HkD - Kirche in Vielfalt

HG_HkD

Hausgemeinde besucht das Haus kirchlicher Dienste

Das war schon ein Erlebnis: Die Hausgemeinde, diesmal zusammen mit Hermann Brünjes, hat das Haus kirchlicher Dienste in Hannover besucht. "Ist schon toll, dass die Kirche so vielfältig ist!" meinte irgendwann jemand und bündelte damit den Eindruck vieler.

Klaus Stemmann, der die Gruppe begrüßte, meinte zum Schluss, dass nur etwa zehn Prozent der Arbeitsfelder sich vorstellen konnten. Wie vielfältig das Haus kirchlicher Dienste Impulse in Kirche und Gesellschaft setzt, hat Direktor Ralf Thyra zur Begrüßung hervorgehoben. Er nahm sich, trotz der Aufbauphase zum Fest der Einheit in Hannover, an dem die Kirche mit einer eigenen "Meile" beteiligt ist, die Zeit, mit der Hausgemeinde ins Gespräch zu kommen. Dabei stellte er auch ein Bibelprojekt vor und die jungen Leute aus Hanstedt beteiligten sich, indem sie je einen Bibelvers abschrieben. 

Überaus anregend waren dann die Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitsfelder und Fachbereiche. Prof. Dr. Wolfgang Reinhold informierte über den Islam und den inzwischen großen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Da kaum jemand aus der Hausgemeinde Kontakt mit Moslems hatte, wurde schnell der Unterschied dieser Thematik zwischen Stadt und Land sichtbar. Und natürlich ging es auch um die IS und die Darstellung des Islam in den Medien, die durch das Hervorheben der Extremisten auf allen Seiten die Konfrontation noch anheizen statt sie durch differnzierte Darstellung zu entschärfen.

Mathis Burfien ermutigte dann im Landeskirchenamt, sich zu überlegen, welches die wichtigsten Lebensthemen sind. Sehr engagiert und mit diversen Beispielen lud er ein, über ein Studium der Theologie nachzudenken.

Warum soll Kirche sich überhaupt um Ökologie und Umwelt kümmern? Reinhard Benhöfer verstand es, nicht nur viele praktische Beispiele für die Bewahrung der Schöpfung, Eintreten für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zu vermitteln, sondern vor allem Begründungen dafür zu liefern und die jungen Erwachsenen dabei einzubeziehen.

Eine Begegnung mit Frau Susanne Reinhard und einer Kollegin von der Öffentlichkeitsarbeit des EMSZ und eine Vorstellung des Landesjugendpfarramtes durch Gudrun Junge rundeten das Info-Programm ab.

Ja, meinten viele in der Auswertung, es war sehr viel. Aber es war sehr anregend - und so wurde allen Beteiligten mehrfach gedankt und empfohlen, diese Exkursion weiterhin zu machen. "Schön, dass wir in Hanstedt Teil dieses Hauses sind," sagte jemand zum Schluss, "und Teil einer so bunten Kirche."