Hanstedt-Tag 2014

Nachricht 30. April 2014
HanstTag

Ein Kamel in der Kirche

Zuhause – wo auch immer! Das Kamel in der Kirche fühlte sich zwar sehr wohl, gehörte dort aber eigentlich nicht hin. Die Kinder erlebten vielmehr eine bunte Geschichte um SalimSalim, das Kamel des Sultans. Sie eröffneten den Gottesdienst in Hanstedt I.
Zum „Hanstedt-Tag“ am 1. Mai war die Kirche „proppevoll“ - auch als die Kinder zusammen mit Ehepaar Ruß und einem Team sie unter großem Beifall verlassen hatten.
Dank eines überaus abwechslungsreich gestalteten Gottesdienstes schaute mancher der 250 aus Region und ganz Norddeutschland angereisten Gäste erstaunt auf die Uhr: „Was, schon zwei Stunden vorbei? Habe ich gar nicht bemerkt ...!“
Sie fühlen sich also in der Hanstedter St. Georgs-Kirche zuhause – wie im Thema des Tages angekündigt. Und mehr als das: Nach der sprachlich und inhaltlich anregenden Predigt der Theologin Christina Brudereck aus Essen ist in manchem sogar die Sehnsucht nach einem himmlischen Zuhause entstanden. Und gleichzeitig die Freude an sehr irdischem Christsein. Auch der Satz „Wenn ich ohne Kirche bin, fehlt mir was – wenn ich in der Kirche bin erst recht.“
Hier allerdings fehlte diesmal kaum etwas: Gute Musik einer Band ehemaliger FSJler und von einem Gitarrenseminar mit Rainer Lühr und Liedermacher Marion Hené; Meditatives zu Beginn durch eine anregende Tondiashow und zum Schluss durch meditativen Tanz mit Tanzpädagogin Iria Otto; und drei Statements zum Thema „Zuhause“ durch Aida Hilmer (Ebstorf), Eckard Bücken (Bode) und Niklas Henning (Gütersloh) und natürlich fröhliche Lieder einer feiernden Gemeinde.

Was die großen Banner an den Häusern des Missionarischen Zentrums grafisch versprachen hielt dann der „Tag der offenen Tür“ das drinnen Erlebte: Die Gäste fühlten sich wohl im „Tagungshaus mit Herz“. Es gab lecker hausgemachten Kartoffelsalat mit Würstchen, Kaffee, Tee und Kuchen, Getränke, Eis und Süßes. Erstmals als Cafe´genutzt wurden die schönen hellen Räume der Speiseräume. Nicht nur Info- und Bücherstand waren Anlaufstelle für viele Gäste, auch eine Hausführung, ein Predigtnachgespräch, eine Diskussion mit Pastor Georg Grobe zum Thema „Zuhause in der Kirche“ und Informationen aus Indien und dem FMD e.V. (Freundeskreis Missionarische Dienste) wurden von vielen besucht. Schön war auch, dass die Kirchengemeinde St. Marien Uelzen sich mit ihrem Fairen Handel – Stand beteiligt hat.
Für die gute Atmosphäre im „Café Zuhause“ sorgten auf einer kleinen Bühne die Gitarristen vom Vormittag, der Liedermacher „Herr Müller“ und Andy Hundacker mit gekonntem Poetry-Slam.
Die Kinder konnten sich in einer Hüpfburg austoben, Erlebnisspiele mitmachen ... und im Kinderprogramm weiterhin das Kamel begleiten und ganz nebenbei Herrn Joseph aus der Bibel und seine Erlebnisse mit Gott kennenlernen.

„Zwei Flügel“ nennen sich Christina Brudereck und Benjamin Seipel und boten den auch am Nachmittag wieder zahlreich erschienen Gästen mit vielen virtuos-musikalischen und sprachlichen Genüssen ein echtes Highlight von Kulturerlebnis. Ob aus Südafrika, Birma, Israel oder auch dem Ruhrgebiet – immer fühlte, lachte und weinte man mit den Menschen, die einem in Worten und Musik begegneten. Dieser Genuss schloss das Herz auf, machte die Welt zum Zuhause und dankbar für Menschen, Erlebnisse und alles, was auch überraschend passiert. So wäre auch die Begegnung mit einem Kamel in der Kirche in Zukunft nicht völlig ausgeschlossen.

(Artikel von Hermann Brünjes)
 

Zuhause - wo auch immer

Hier finden Sie die Predigt von Christina Brudereck. Sie können sie herunterladen. Eine öffentliche Nutzung der Texte stimmen Sie bitte mit der Autorin direkt ab.