2. November 2016

Nachricht

Indienbesuch im MZ

Jayapaul von Shalom-Foundation besucht Hanstedt

Seit 1989 sind Mitarbeitende im FMD mit ihm verbunden. Seit dem Mai 2008 pflegt das Missionarische Zentrum ganz offiziell eine Partnerschaft mit der 1991 gegründeten Shalom-Foundation, die von Pastor Jayapaul geleitet wird. 

Nun hat Jayapaul wieder einmal die Möglichkeit gefunden, auch Hanstedt zu besuchen. Anlässlich des 90. Geburtstgs von Lüder Lührs, dem Gründer der "Kindernothilfe", war Jayapaul in Deutschland, vor allem bei e/motion in Essen. 

Für zwei Tage ist er dann, begleitet von Hermann Brünjes, zu Gast im Missionarischen Zentrum gewesen und hat sich selbst und seine Arbeit der Hausgemeinde vorgestellt. Die Arbeit der Shalom-Foundation ist seit den fast 25 Jahren ihres Bestehens enorm gewachsen: 20 Jungens aus extrem armen und zerrütteten Familien im Kinderheim, 240 Jugendliche erhalten Stipendien zur Berufsausbildung, 500 Kinder bekommen in 7 Zentren Nachhilfeunterricht, Ärzte werden in Dörfer geschickt und bieten kostenlose Sprechstunden an, im Yelligiri-zentrum werden Kinder- und Jugendfreizeiten durchgeführt, es gibt ein Minikreditprogramm, Alte Leute werden betreut und demnächst auch Kinder von Aidskranken.

Die Hausgemeinde war sichtbar bewegt vom Engagement dieses körperlich zwar kleinen aber dennoch wirklich "großen" Mannes und seiner Organisation. Warum, das hat Jayapaul dann auch in einer Andacht erklärt: Weil die Liebe Jesu nicht bloße Theorie bleiben will, sondern in der Tat und in der Realität passiert.

Jayapaul geht in "Ruhestand"

Überrascht stellten wir bei seinem Besuch fest, dass auch Jayapaul in diesem Jahr bereits mit 65 Jahren in den Ruhestand geht. Und noch überraschter waren wir, als wir das Datum seiner Verabschiedung hörten: Zeitgleich mit Hermann Brünjes am 17. Dezember. 

Jayapaul hat eine bewegende Berufslaufbahn erlebt: Bei der Kindernothilfe wurde er vom Mitarbeiter zum Chef der Kinderheime in drei Bundesstaaten. Dann plante er seinen Ausstieg: Er reiste ein paar Monate durch Europa. Dabei lernte er auch das MZ und dessen Konzept mit der Hausgemeinde kennen. In Singapur studierte er danach Theologie. 1991 gründete er dann mit Freunden zusammen die Shalom-Foundation - und rief damit eine überaus segensreiche Bildungs- und Hilfsbewegung ins Leben.

Wenn er nun die offizielle Leitung abgibt, wird er sich zwar für einige Zeit vor allem um seine alte Mutter kümmern und sich von allen administrativen Aufgaben zurückziehen - aber er bleibt mit Sicherheit ein wichtiger Rückhalt von Shalom, ein väterlicher Freund für seine Nachfolger und die Mitarbeitenden. Und als solcher wird er sich weiter einbringen ... und auch den Gästen aus Übersee auf diese Weise mit seinem überaus freundlichen Wesen erhalten bleiben.

Wir wünschen ihm Gottes reichen Segen und gute Gesundheit für die Zeit nach seinem Rücktritt - und dass Gott ihn weiterhin zum Segen einsetzt. 

 

SHALOM-Foundation

Über den Link bekommen Sie Informationen über die Shalom-Foundation. Viele Freunde des FMD haben sie bereits kennen gelernt. Niemals vergessen sein wird der "Garten Eden", wie viele die tolle Anlage in den Yelligiri-Bergen nannten. Was besonders beeindruckt: Die Arbeit ist langsam und organisch gewachsen. Alles wird auf einem enorm hohen Standard durchgeführt. Administration und Qualitätssicherung aber auch Transparenz für Spender sind bestens aufgestellt. Es sind verlässliche und bewährte Mitarbeiter herangezogen worden. Der größte Teil aller Ausgaben wird aus eigenen Ressourcen gedeckt. Gastfreundschaft und Bedürfnisse jener, die Shalom begegnen, werden ganz obenan gestellt. Mission ist gewollt aber geschieht ganzheitlich und in großem Freiraum ohne jeden Druck. Zielgruppe sind die Armen und jene, die sich nicht selbst helfen können.

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